Akku vorkonditionieren: So laden Sie schneller
Wer im Winter schon einmal an einer Schnellladesäule länger gewartet hat, kennt das Problem: Ein kalter Akku lädt langsamer. Das Vorkonditionieren schafft Abhilfe. Wir erklären, wie es funktioniert und wann es sinnvoll ist.
Warum die Temperatur entscheidend ist
Lithium-Ionen-Akkus arbeiten am effizientesten in einem bestimmten Temperaturbereich. Ist der Akku zu kalt, läuft die chemische Reaktion langsamer ab und das Batteriemanagementsystem begrenzt die Ladeleistung, um die Zellen zu schützen. Das Ergebnis ist eine deutlich längere Ladezeit, besonders im Winter. Beim Vorkonditionieren wird der Akku gezielt auf die optimale Temperatur gebracht, bevor Sie die Ladesäule erreichen.
So funktioniert das Vorkonditionieren
Viele Elektrofahrzeuge können den Akku automatisch vorwärmen, wenn ein Schnelllader im Navigationssystem als Ziel eingegeben wird. Das Fahrzeug erkennt die geplante Ladung und beginnt rechtzeitig, den Akku auf die ideale Temperatur zu bringen. Bei einigen Modellen lässt sich die Vorkonditionierung auch manuell aktivieren. So ist der Akku bei Ankunft bereit für die volle Ladeleistung.
Wann lohnt sich das?
Das Vorkonditionieren ist vor allem bei kaltem Wetter und vor dem Schnellladen sinnvoll. An einer langsamen Wallbox zu Hause spielt die Akkutemperatur eine geringere Rolle. Zu beachten ist, dass das Vorwärmen selbst etwas Energie verbraucht. Auf längeren Fahrten überwiegt jedoch der Vorteil der kürzeren Ladezeit deutlich.
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