Lucid ruft 27.185 Air-Limousinen wegen Brandgefahr zurück und empfiehlt Parken im Freien
Lucid Motors ruft 27.185 Air-Limousinen zurück, die zwischen 2021 und 2026 gebaut wurden, nachdem die NHTSA festgestellt hat, dass ein fehlerhafter softwaregesteuerter eFuse im Außenbeleuchtungskreis unzureichenden Überstromschutz bietet und so Überhitzung, Rauch oder Brand verursachen kann; die Abhilfemaßnahme ist ein Over-the-Air-Software-Update, das bereits an die meisten betroffenen Fahrzeuge ausgeliefert wurde.
Lucid Motors ruft in den USA 27.185 Air-Limousinen zurück – damit sind nahezu alle je produzierten Fahrzeuge des Unternehmens betroffen – nachdem die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) festgestellt hat, dass die Autos ein latentes Brandrisiko aufweisen. Der Rückruf betrifft die Modelljahre 2022 bis 2026, gebaut zwischen dem 11. Oktober 2021 und dem 27. Juli 2026.
Der Defekt liegt in der Softwarelogik, die einen Niederspannungs-eFuse steuert, der die Stromkreise der Außenbeleuchtung absichert. Wenn der eFuse versagt, kann der Stromkreis unter Fehlerbedingungen aktiv bleiben und sich überhitzen, was zu geschmolzener Verkabelung, Rauch oder einem Fahrzeugbrand führen kann. Der Ausfall der Außenbeleuchtung erhöht zudem das Unfallrisiko. Vor der Bekanntgabe des Rückrufs am 28. August 2026 hatte Lucid drei bestätigte Brände und vier Rauchereignisse im Zusammenhang mit dem Defekt gemeldet.
Die Abhilfemaßnahme ist ein Over-the-Air-Software-Update – Version 2.10.0 – das den eFuse-Schutzauslöseschwellenwert absenkt und die Wiedereinschalt-Logik deaktiviert, die einen fehlerhaften Stromkreis erneut aktivieren könnte. Lucid hatte das Update bereits an 20.719 der 27.185 betroffenen Fahrzeuge ausgeliefert, bevor der Rückruf formell gemeldet wurde. Eigentümer, die das Update noch nicht erhalten haben, wird empfohlen, ihr Fahrzeug im Freien und entfernt von Gebäuden zu parken, bis die Abhilfemaßnahme abgeschlossen ist. Es handelt sich um den größten Rückruf in der Geschichte von Lucid.